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1. Juni 2019, 19:30
Vortrag:
„Death Valley – Wüste und Sternenoase
Unterwegs im Hinterland des Dark Sky National Parks“

von Daniel Muthmann

 

Das Sternbild Auriga (Fuhrmann)

Zusammengefasst von Christian Koch

Einer früheren Deutung nach handelt es sich bei dem Sternbild um einen Hirten, der eine Ziege über der Schulter trägt. Der Name des Hauptsterns Capella bedeutet „Zicklein“. Das Sternbild enthält viele Objekte, vor allem offene Sternhaufen, die wiederum auch aus einzelnen Doppel- oder Dreifachsternensystemen bestehen: Messier 36, 37 und 38 können schon in einem Fernglas oder kleinem Teleskop betrachten werden. Für die Astrofotografen der Sternenwelt Vogelsberg stellen auch die galaktischen Nebel, z.B. IC405, IC410 immer wieder neue Herausforderungen dar.
Es gibt im Fuhrmann aber auch Sterne die interessant für Amateurastronomen geworden sind. Hier soll speziell ein Stern erwähnt werden, über den schon an anderer Stelle berichtet wurde.

 

Bildquelle: Wikipedia 

Aber wo befindet sich denn dieses Sternbild. Dazu diese Erläuterung.

 

Diese Aufnahme soll eine visuelle Aufsuchhilfe des Sternbilds Fuhrmann anhand des Siebengestirns oder "The Seven Sisters", ein Sternhaufen über den schon in der Bildergalerie ausreichend informiert wurde, zur Verfügung stellen. Dazu sucht man zunächst am Himmel in einer klaren Nacht ab 19 Uhr im Osten über den Zenit nach Süden hin mit dem bloßem Auge nach einem verwaschenen Fleck, der der Größe des Erdmondes hat.

Wenn Sie das Siebengestirn ausgemacht haben (es ähnelt einem kleinen Wagen), blicken Sie östlicher ("links") und sehen den Stern Capella der hellste (Alpha Aur) Stern im Sternbild Fuhrmann.

 

Die Beschreibung bezieht sich auf den Stern "Epsilon Aurigae (Almaaz)" der ein veränderlicher Stern vom Typ Algol ist und sich in etwa 2000 Lichtjahren von der Erde aus befindet und in einem periodischem Zyklus von einem Begleiter verdeckt wird.

 

Wikipedia schreibt hierzu:


"Epsilon Aurigae wird auch mit dem Namen Almaaz bezeichnet ist der fünfthellste Stern im nördlichen Sternbild Fuhrmann. Schon vor über 175 Jahren war den Astronomen aufgefallen, dass der Stern irgendwie ungewöhnlich war und sich zudem noch alle paar Jahrzehnte für etwa ein Jahr verdunkelte. Heute gilt er als Bedeckungsveränderlicher, d.h. zwei Sterne unterschiedlicher Leuchtkraft umkreisen einander. Wenn sich die dunkle Komponente vor die hellere schiebt, nimmt die scheinbare Helligkeit des helleren ab. Die scheinbare Helligkeit gibt an, wie hell ein Himmelskörper von der Erde aus erscheint. Sie wird als Zahl angegeben, diese trägt den Zusatz mag (magnitude), Größe oder Größenklasse. Je kleiner die Zahl, desto heller ist das Objekt. Unsere Sonne hat z.B. -27mag.

 

Der Stern durchläuft also in einer Periode einen messbaren Helligkeitsunterschied. Alle 27 Jahre verdunkelt er sich von der Größenklasse 2,9 mag auf 3,8mag für 18 Monate. Im August 2009 begann seine Bedeckungsphase und erreichte im Dezember sein Minimum und blieb dann 2010 das ganze Jahr über bedeckt."

 

"Die erste Bedeckung von Almaaz wurde bereits im Jahre 1821 vom deutschen Amateurastronomen J. H. Fritsch beobachtet, womit dieser Stern zu den ersten bedeckungsveränderlichen Sternen gehört, die entdeckt wurden. Die Periodizität der Lichtkurve wurde allerdings erst 1903 von Hans Ludendorff nachgewiesen und untersucht.

 

Der Spektraltyp der 15 bis 30 Sonnenmassen schweren Hauptkomponente ist A8Ia-F2Ia, über die Natur der sekundären Komponente konnte aus spektroskopischen Untersuchungen keine sichere Aussage getroffen werden. Man vermutete allerdings, dass es sich um ein Doppelsternsystem in einer Dunkelwolke handelt. Durch direkte Beobachtung des Verlaufs der Bedeckung 2009 mit Hilfe des Michigan Infra-Red Combiner (MIRC), einem Interferometer, dass das Licht von vier einzelnen Teleskopen des Georgia State University CHARA-Array kombiniert, konnte nachgewiesen werden, dass eine dunkle Staubscheibe, die einen kleinen, nicht sichtbaren Stern umgibt, vor Epsilon Aurigae vorüberzieht."

 

 Bilder 2,3,4 von C. Koch

 

 

 

 

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