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29. April 2017

Neumondtreffen
mit Vortrag (Änderung)
(Achim Knopp, Ulrichstein)
"Gravitation - Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm"
Beginn 19:30 Uhr
 

Winterzeit - Orion´s Zeit

(wg) In den Wintermonaten dominiert ein Sternbild den Sternenhimmel mehr, als alle anderen Konstellationen, der "Orion". In der westlichen Mythologie stellt er denn Himmelsjäger dar, während seine markante Form ebenso an eine Sanduhr oder einen Schmetterling erinnert. Für Astrofotografen ist der Orion eine reichaltige Schatztruhe, aber auch visuelle Beobachter kommen bei ihren Spaziergängen durch das Sternbild auf ihre Kosten. Eine der interessantesten Regionen ist dabei die Umgebung des Gürtelsternes Alnitak.

(Der große Orion-Nebel fotografiert am 9. Dezember 2015 in der
Sternenwelt Vogelsberg.)

(Orion über dem Sternwartengelände im Dezember 2010.)

(Gürtelsterne, Pferdekopfnebel und der große Orionnebel auf einen
Blick. Aufnahme vom Oktober 2012. Fotos: Walter Gröning)

 

(Sternbild "Orion". Kartenausschnitt von "Cartes du Ciel")

(Detailreiche Aufnahme mit einem 8" Selbstbau-Newton f = 1000 mm, Achim & Peter Knopp, Sternenwelt Vogelsberg. Diese Aufnahme zeigt was auch in kleinen Optiken stecken kann. Atemberaubende Details zeigt die Aufnahme von Achim und Peter Knopp mit ihrem 8 Zoll f5 Newton auf einer Losmandy G11. Aufnahmekamera war eine QSI CCD-Cam. Die Aufnahme entstand in der Sternwarte der Sternenwelt Vogelsberg.)

Hier vermischt sich kosmischer Staub in Form von Dunkelwolken und Reflexionsnebel mit selbstleuchtenden galaktischen Nebeln, die vornehmlich aus ionisiertem Wasserstoff bestehen. Zu den eindruckvollsten Dunkelnebel gehört B 33 (IC 434), der wegen seiner unverwechselbaren Form auch "Pferdekopfnebel" genannt wird. Schon mit kleinen Instrumenten kann, im Gegensatz zu IC 434, der reichlich Beobachtungserfahrung erfordert, der "flammende Baum" NGC 2024 gut beobachtet werden. Aber erst das Sammeln der Photonen mit Hilfe von Kameras entpuppt die wahre Pracht des Nebels.

(Aufnahme mit einem 20" Cassegrain f = 1500 mm, Namibia, W. Gröning)

Zum Auffinden weiterer Nebel kann das hier gezeigt invertierte Bild benutzt werden.

Dieser Bildausschnitt zeigt noch einmal B 33, dessen Staubwolken sich gut vor dem roten Wasserstoffhintergrund (IC 434) abheben. Seine Entfernung beträgt etwa 1500 Lichtjahre. Die wahre Ausdehnung des Pferdkopfnebels beträgt damit ca. 3 Lichtjahre (zur Erinnerung 1 Lichtjahr = 9,5 Billionen Kilometer!).

NGC 2024 ist ein typischer Emissionsnebel (Staub im Vordergrund). Seine Entferung dürfte gleichfalls bei etwa 1500 Lichtjahren liegen.

Die hier gezeigte Aufahme (letztere) mit ihren Ausschnitten wurde am IAS-Observatory in Namibia gewonnen. Als Instrument diente ein 20 Zoll Cassegrain mit einer primären Brennweite von 1500 mm. Es handelt sich hier um ein LRGB Komposit, gewonnen mit einer SBIG STL 11000 M CCD-Kamera.

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